Sehenswertes

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Adorf gehört das Städtische Museum im historischen Freiberger Tor, dem einzig erhaltenen Stadttorhaus im Vogtland. Es beherbergt viele Sachzeugen zur Geschichte. Besonders interessant ist aber die für Deutschland umfangreichste Ausstellung über Perlmuscheln und deren Verarbeitung zu Perlmutterwaren. Im Freiberger Tor befindet sich auch die Touristinformation der Stadt Adorf.

                 

Hinter der Stadtmauer steht die St. Johanniskirche. Sie wurde 1858 auf den Grundmauern ihrer Vorgängerin aufgebaut. Ihr Portal stammt von einer ehemaligen Adorfer Kreuzkapelle aus dem Jahre 1498.


Die Karl-Gottlob-Todt-Büste sieht man auch hinter dem Freiberger Tor. K.G. Todt (1803 - 1852) wurde 1832 zum Bürgermeister von Adorf gewählt. Als Abgeordneter des sächsischen Landtages (1836) und als Geheimer Regierungsrat in Dresden (1848) galt er als Gründer der liberalen radikalen Opposition..

Die sogenannte Obere Stadt wurde auf Anweisung von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht von Sachsen in den Jahren 1477 - 1542 mit einer festen Stadtmauer versehen. Sie bestand letztendlich u. a. aus drei Toren, vier Türmen und fünf Basteien.
Trotz kriegerischer Zerstörungen sind heute noch etliche Reste vorhanden.

Der Marktplatz ist einer der schönsten des Vogtlandes. Schon im 13. Jahrhundert in seiner heutigen Größe entstanden (1996 neu gestaltet), stellt er sich immer noch mit einer Ausdehnung von 231 Meter als längster Marktplatz des Vogtlandes seinen Besuchern vor.  

Am oberen Marktplatz befindet sich das Rathaus. Es wurde 1895/1896 in Anlehnung an Renaissanceformen errichtet. Am Giebel erfolgten bauliche Veränderungen aufgrund der Beschädigungen im 2. Weltkrieg. Das Rathausportal besteht aus vielen Stuckelementen.

Der 1999 aus Granit gefertigte Euregio-Brunnen weist auf die drei Regionen Böhmen, Bayern und Sachsen hin. Der Granit stammt aus der jeweiligen Region.

   
Dem Rathaus gegenüber befindet sich das Kriegerehrenmal. Am 20.09.1925 erfolgte die Weihe des Kriegerehrenmals für die Gefallenen der Stadt während des Ersten Weltkrieges. Im achteckigen Mittelteil sieht man einen Teil der Namen der 300 Adorfer Gefallenen.

Eine weitere Gedenktafel erinnert an die drei Adorfer Bürger, die 1870 und 1871 im deutsch-französischen Krieg gefallen sind. Am unteren Marktplatz befindet sich die ehemalige Posthalterei. Diese wurde auf Wunsch des Oberpostamtes Leipzig 1699 eingerichtet. Goethe übernachtete am 03./04.Juli1795 auf seiner Reise nach Karlsbad hier.

Nicht zu übersehen ist die St. Michaeliskirche am Marktplatzende. Die Weihe der jetzigen und nunmehr vierten Kirche fand am 16.12.1906 statt. Eine umfassende Innenrenovierung diese Gotteshauses wurde im Jahr 2001 abgeschlossen. Die Renovierungsarbeiten am Dach und dem Außenputz wurden im 2. Halbjahr 2003 beendet. Seit dem 1. Advent 2003 wird diese evang. Kirche angestrahlt und ist somit auch in der dunklen Tageszeit weithin sichtbar.


Rechts neben der Kirche, am Grundschulgebäude vorbei gelangt man über die sogenannten Kirchplatztreppen zu einer neugestalteten Aussichtsplattform und weiter bis zur Elsterbrücke.   

Von 1721-32 wurden alle Poststraßen Sachsens vermessen und kursächsische Postmeilensteine in unterschiedlicher Ausführung zur besseren Orientierung aufgestellt (1 Postmeile=2 Stunden für ein normal laufendes Pferd=9062 Meter). Die Poststraße durch Adorf führte von Leipzig nach Eger. Neben einer originalgetreuen Nachbildung der Adorfer Ganzmeilensäule, die 1997 an der Elsterstraße aufgestellt wurde, sind mittlerweile weitere zwei restaurierte Chausseesteine und im Ortsteil Remtengrün ein Viertelmeilenstein zu bewundern.

Die Gemeinde der katholischen Kirche feierte 2002 die 100-jährige Weihe ihres Gotteshauses. Die kath. Kirche steht an der Elsterstraße, links neben der Turnhalle des Mittelschulgebäudes.  

Im Ortsteil Remtengrün befindet sich ein 1993 neu errichteter hölzener Aussichtsturm. Bei klarem Wetter kann man bis in die Leipziger Tiefebene schauen, sagt man.

Vor dem Ortsausgang Richtung Bad Elster liegt der große Freizeitkomplex, eine Kombination, die seinesgleichen nicht nur im Vogtland sucht. In einem parkähnlichem Gelände entstand 1993 - 1995 die Miniaturschauanlage "Klein-Vogtland" (www.klein-vogtland.de/klein).Über 50 originalgetreue Modelle vogtländischer Sehenswürdigkeiten kann man von April bis Oktober täglich bewundern und somit einen umfassenden Überblick über die Ausflugsziele der Region erhalten.

Als weitere Besonderheit wurde auf dem gleichen Gelände 1999 der einzige Botanische Garten (www.botanischer-garten-adorf.de/bot) des sächsischen Vogtlandes eröffnet. Derzeit über 11.000 Pflanzen stellen die Schönheiten, die Vielfalt und den Blütenreichtum der alpinen Flora vor.